Gute Rezepturen entstehen nicht zufällig
Nicht jeder Inhaltsstoff eignet sich für jede Darreichungsform. Die optimale Form einer Rezeptur wird durch Stabilität, Bioverfügbarkeit und Dosierung bestimmt.
Eine hochwertige Rezeptur ist weit mehr als die Kombination einzelner Vitamine oder Mineralstoffe. Jede Entscheidung – von der Auswahl der Inhaltsstoffe über deren Dosierung bis hin zur Darreichungsform – beeinflusst die Qualität des fertigen Produkts.
Deshalb entwickelt Burgerstein jede Rezeptur individuell und auf Basis wissenschaftlicher und galenischer Erkenntnisse. Ziel ist es, sinnvoll aufeinander abzustimmen und die bestmögliche Lösung für den jeweiligen Anwendungsbereich zu finden.
Die Eigenschaften eines Inhaltsstoffs bestimmen die Darreichungsform. Jeder Rohstoff (Nährstoffverbindung?) bringt unterschiedliche Eigenschaften mit. Manche benötigen mehr Platz, andere reagieren empfindlich auf Sauerstoff oder Feuchtigkeit. Wieder andere lassen sich besser als Pulver, Tablette oder Kapsel verarbeiten.
Jede Produktentwicklung beginnt daher mit der Frage:
Welche Kombination und welche Darreichungsform eignen sich für dieses Produkt am besten?
Ein Beispiel:
Die Kombination von Vitamin C und Eisen wird empfohlen, weil Vitamin C die Aufnahme von Eisen im Darm verbessern kann:
Vitamin C sorgt dafür, dass dreiwertiges Eisen (Fe³⁺) in zweiwertiges Eisen (Fe²⁺) umgewandelt wird, das besser aufgenommen werden kann. Bei diesem Prozess wird das Vitamin C aber selber oxidiert und verfärbt sich bräunlich.
Wenn Eisen mit Vitamin C und anderen oxidationsempfindlichen Vitaminen wie zum Beispiel Folsäure und Beta-Carotin kombiniert wird, ist es wichtig sicherzustellen, dass diese empfindlichen Vitamine nicht mit Sauerstoff in Kontakt kommen. Eine Weichgelatinekapsel ist für dieses Produkt eine ideale Darreichungsform, da es die empfindlichen Vitamine vor den Oxidationsreaktionen, die durch Eisen gefördert werden, schützt.
Die richtige Dosierung ist entscheidend
Nicht nur die Auswahl der Inhaltsstoffe ist wichtig – auch deren Menge. Ziel einer Rezeptur ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse, sinnvolle Dosierungen und eine gute Alltagstauglichkeit miteinander zu verbinden.
Dabei berücksichtigen unser Wissenschafts-Team unter anderem:
- aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse
- geeignete Dosierungen
- Stabilität der Rezeptur
- Verträglichkeit
- Alltagstauglichkeit
Auch die Darreichungsform ist Teil der Rezeptur
Ob Tablette, Kapsel, Granulat oder Pulver – auch das ist keine Zufallsentscheidung. Organische Magnesiumverbindungen etwa benötigen viel Platz und eignen sich eher für Tabletten, da bei dieser Darreichungsform die Inhaltsstoffe komprimiert werden. Empfindliche Inhaltsstoffe wie beispielsweise Carotinoide profitieren hingegen von einer schützenden Weichgelatinekapsel. Granulate und Pulver bieten mehr Flexibilität bei der Dosierung: Die Menge lässt sich einfach an die individuellen Bedürfnisse von Kindern und Erwachsenen anpassen. Zudem eignen sie sich gut für Nährstoffe, die in grösseren Mengen benötigt werden und entsprechend mehr Volumen beanspruchen.
Wie genau wir die passende Darreichungsform bestimmen, erfahren Sie auf der Seite → Warum die Darreichungsform entscheidend ist.
Weniger Hilfsstoffe – wenn immer möglich
Auch Hilfsstoffe werden bei der Entwicklung sorgfältig ausgewählt. Ziel ist es, nur diejenigen einzusetzen, die für Herstellung, Stabilität oder Qualität notwendig sind. Denn jede Rezeptur soll nicht nur wissenschaftlich überzeugen, sondern auch den hohen Qualitätsansprüchen von Burgerstein entsprechen.
Jede Rezeptur ist das Ergebnis vieler Entscheidungen
Hinter jedem Burgerstein Produkt stehen zahlreiche Überlegungen. Welche Inhaltsstoffe werden kombiniert? Welche Darreichungsform eignet sich am besten? Wie bleibt die Qualität bis zum Ende der Haltbarkeit erhalten?
Erst wenn alle diese Fragen beantwortet sind, entsteht daraus eine Rezeptur, die unseren Qualitätsansprüchen entspricht.
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